Uneinsichtigkeit

Durch eig´nes Tun der Mensch entscheidet

meist doch selbst, was bald er leidet.

Doch statt als Folge es zu sehen,

klagt er dann, ihm sei´s geschehen.

 

Und grad´ vom Übel er beteuert,

er hätt´ nicht dazu beigesteuert.

Solang er glaubt, was er so spricht,

erleuchtet seine Weisheit nicht.

 

So scheint der Mensch gar stets bereit

zu großer Uneinsichtigkeit.

Die schützt ihn warm und inniglich

vor der Verantwortung für sich.


Arno Hohensee

www.beseelte-worte.de

Startseite Impressum Nutzungsbedingungen